Ein Möbel kehrt zurück-Restaurierung eines klassizistischen Sitz-Möbels in der Berliner Restaurierungswerkstatt

Das ist eine kleine Restaurierungsgeschichte, die noch immer ihren Abschluss sucht. Von der Oberfläche in die Konstruktion, Polstern und dann noch den richtigen Polsterbezug finden.

Ein gepolsterter Stuhl mit Geschichte – Restaurierung eines klassizistischen Möbels in der Werkstatt für Restauration Andris Hennig

Vor einiger Zeit brachte eine ältere Dame einen ungewöhnlichen Stuhl in meine Restaurierungswerkstatt in Berlin. Das Möbelstück war sorgfältig eingehüllt und wies auf den ersten Blick deutliche Spuren von Alter und Gebrauch auf. Bereits beim Auspacken wurde deutlich, dass es sich um ein Objekt von besonderer handwerklicher und historischer Qualität handelte.

Die Besitzerin berichtete, dass der Stuhl seit ihrer Kindheit in ihrem Besitz war. Nach ihren Erzählungen stammte er ursprünglich aus dem Schloss Liebenberg bei Berlin, das während der letzten Kriegstage schwere Schäden erlitt. Sie hatte das Möbel damals im Tausch gegen eine Essenmarke bekommen und dann über Jahrzehnte aufbewahrt. Nun, viele Jahre später, entschloss sie sich, den Stuhl einer fachgerechten Restaurierung zuzuführen und ihn anschließend dem Förderverein des Schlosses zu übergeben.

Der große Augenblick- Was steht uns in puncto Restaurierung wohl bevor

Als ich das Möbel entpackte, kam ein beeindruckendes Stück Geschichte zum Vorschein. Der gepolsterte Stuhl wirkte zunächst unscheinbar, doch in seiner Konstruktion, seinen Proportionen und Ornamenten offenbarte sich feine Handwerkskunst.

Die Vorderbeine sind  säulenartig gedrechselt, die Hinterbeine leicht nach außen gestellt. Die Rückenlehne ist durchbrochen, geschmückt mit geschnitzten Akanthusranken, zarten Lotosblättern und kleinen Frauenbüsten, Karyatiden, wie man sie aus der antiken Architektur kennt. Der Stuhl war ein klassizistisches Kunstwerk, das einst Teil einer höfischen Einrichtung gewesen sein musste.

Der Zustand jedoch war kritisch. Die Oberfläche war übermalt, der goldene Glanz der Ornamentik verdeckt. Eine dicke braune Farbschicht hatte die ursprüngliche Bronzierung überdeckt. Auf den Zargen blätterte die Farbe schollenartig ab, der plastische Schmuck war teilweise abgebrochen. Holzverbindungen hatten sich gelockert, einige Schnitzereien waren aus Ersatzmassen gefertigt und spröde geworden.

Ich dokumentierte jedes Detail fotografisch und zeichnerisch, ein wichtiger Schritt jeder Möbelrestaurierung in Berlin. Nur auf Basis einer gründlichen Untersuchung lässt sich entscheiden, welche Eingriffe sinnvoll und denkmalgerecht sind.

Elegante Raumausstattung-Dieser Stuhl wird umfangreich restauriert

Restaurierung und Konservierung

Das elegante Ambiente des Raumes lässt kaum erahnen, in welchem beschädigten Zustand sich dieses Sitzmöbel tatsächlich befindet. 

Der Stuhl weist erhebliche Schäden an seiner Oberfläche und Konstruktion auf. Die originale Farbfassung ist stark beeinträchtigt, mit großflächigen Abplatzungen, Rissen und Kratzspuren, die bis auf das Holz reichen. 

Mehrere vergoldete Schmuckelemente sind beschädigt oder fehlen ganz, insbesondere im Bereich der Eckquader und des Akanthusschmucks. Auch die Holzverbindungen haben sich über die Jahre gelockert, was zu Instabilität in der gesamten Konstruktion führt. 

Zudem zeigen sich Spuren von Korrosion, Verschmutzungen und eine naja nicht ganz so gut gelungene braune Übermalung aus den 1980er-Jahren, die den ursprünglichen Charakter des Möbels überdeckt. Dazu wurde der Stuhl durch einen stiluntypischen Stoff bezogen. 

Im Laufe dieser kleinen Restaurierungs-Story erleben Sie wie ein stark überarbeitetes Möbel um 1800 in den optischen Zustand von etwa 1880 durch eine gezielte konzeptionelle Restaurierung versetzt wird.

Auf Spurensuche - im Atelier für Restaurierung Berlin

In meinem Atelier für Restaurierung in Berlin begann jetzt die Arbeit. Zunächst wurden mikroskopische Proben von den Farbschichten entnommen und im Labor untersucht. Unter dem Mikroskop zeigten sich mehrere Fassungen, die wie Jahresringe die Geschichte des Möbels erzählten.

Die älteste Schicht bestand aus einem feinen Kreidegrund, darüber lag eine dünne, gelblich schimmernde Bronzierung, die originale Oberfläche. Spätere Übermalungen mit Bleiweiß, Zinkweiß und schließlich einem braunen Anstrich zeigten, wie das Möbel immer wieder modernisiert worden war.

Die Holzproben ergaben, dass der Stuhl aus Pappelholz gefertigt wurde, ein typisches Material der Klassizismuszeit. Dieses helle, leicht zu bearbeitende Holz war in Nordeuropa beliebt, da es reichlich vorhanden war und sich gut für geschnitzte Ornamente eignete.

Besonders spannend war die Untersuchung der Holz Ersatzmassen. Unter dem Mikroskop ließen sich kleine Partikel aus Kreide, Harz und tierischem Leim nachweisen, genau die Mischung, die im frühen 19. Jahrhundert in Werkstätten verwendet wurde, um plastische Dekore preiswert herzustellen.

Solche Materialanalysen sind in der modernen Möbelrestaurierung in Berlin unverzichtbar. Sie liefern wissenschaftliche Grundlagen, um Entscheidungen über Reinigung, Freilegung oder Ergänzung zu treffen.

Andris Hennig - Restaurator für Möbel aus Potsdam und Berlin
Farblackrestaurioerung-Abnahme einer Probe für das Mikroskopieren- im Atelier für Restaurierung in Berlin

Potsdamer Labor für Restaurierung - Jetzt gehen wir den Materialien auf den Grund

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In den Videos  wird die Entnahme und Auswertung einer Farbschichtenprobe gezeigt. Die Materialanalyse dient der Untersuchung der Farb-und lackschichten und bildet die Grundlage für restauratorische Entscheidungen. Und dann gibt es da noch diesen Mythos…

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Um den originalen Aufbau der Farbfassung und die Geschichte der Überarbeitungen nachvollziehen zu können, wurden an verschiedenen Stellen des Stuhls mikroskopische Proben entnommen. Die Proben stammten aus den wichtigsten Gestaltungsebenen, der Konstruktion, den ornamentalen Applikationen und den vergoldeten Schmuckelementen. Jede Probe wurde sorgfältig in Kunstharz eingebettet, anschließend plan geschliffen und als Querschliff unter dem Mikroskop untersucht.

 

Restauration Mikroskopische Holzartenbestimmung
Restaurator Potsdam Berlin Zustandserfassung schadensermittlung

Unter dem Mikroskop konnten wir die einzelnen Farbschichten deutlich voneinander abgrenzen.  Sichtbar wurden mehrere übereinander liegende Farbschichten, eine erste fein aufbereitete Kreidegrundierung mit bräunlich goldener Bronzierung, darüber eine zweite hell pigmentierte Öl-Malschicht und schließlich die braune Farbe aus DDR Zeiten. Diese braune Schicht weist eine deutlich dickere, spröde Struktur auf und haftet nur unzureichend auf den älteren Schichten.

 

Anhand der kleinen Holzproben zeigte sich, dass die originale goldene Schicht stellenweise korrodiert und sich in grünlich metallische Partien verwandelt hat. Untersuchungen ließen Rückschlüsse auf den Einsatz klassischer Materialien wie Zinkweiß, Eisenoxid und Bleiweiß zu, die typisch für Möbel des frühen neunzehnten Jahrhunderts sind. Die mikroskopischen Untersuchungen bestätigten zudem, dass die Ornamente aus einer Holz Ersatzmasse auf Leimbasis gefertigt wurden, einer Technik, die in skandinavischen Werkstätten um 1800 weit verbreitet war.

 

3. Farbfassung: Bleiweiß Ausmischung mit Eisenoxid, Applikationen mit Bronzierung
2. Farbfassung: Zinkweiß Ausmischung mit Eisenoxid , Applikationen mit Bronzierung
1. Farbfassung um 1800: Goldbronze

Die Untersuchungen zeigten, dass sich der Aufbau der Farbfassung aus vier (in der Darstellung sind es die ersten drei) klar voneinander unterscheidbaren Schichten zusammensetzt, die als zeitlich getrennte Überarbeitungskampagnen zu deuten sind. Die erste und zugleich originale Fassung bestand höchstwahrscheinlich aus einer mit Goldbronze auf allen Sichtflächen angelegten Oberfläche. Unter dem Mikroskop war eine feine, goldfarbene Bronzierung oder einem Schlagmetall über einem sorgfältig angelegten Kreidegrund zu erkennen. Diese Erstfassung verleiht dem Objekt seine ursprüngliche Eleganz und belegt den hohen handwerklichen Anspruch der damaligen Werkstatt.

Darüber folgt eine zweite Schicht, die aus einer mit Bleiweiß gebundenen deckenden Ölfarbe besteht. Sie wurde vermutlich im späteren 19. Jahrhundert aufgetragen, möglicherweise im Zuge einer ästhetischen Anpassung an veränderte Raumgestaltungen. 

Die dritte Fassung schließlich besteht aus einer mit Zinkweiß und Eisenoxid gebrochenen Ölfarbe, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder später ergänzt wurde. Diese Schicht weist eine deutlich dickere, unregelmäßige Struktur auf und überdeckt die älteren Fassungen vollständig. Zusammen dokumentieren die drei Schichten die gestalterische Entwicklung des Möbels über mehr als ein Jahrhundert hinweg und machen sichtbar, wie sich Moden, Materialien und Techniken im Verlauf der Zeit verändert haben. 

Die jüngste Fassung stammt aus der Zeit der DDR und besteht aus einer dick aufgetragenen braunen Kunstharzfarbe, die den Untergrund weitgehend überlagert und in ihrer Struktur unregelmäßig und spröde wirkt. Diese drei Schichten belegen die wechselvolle Nutzungsgeschichte des Objekts und machen es zu einem anschaulichen Beispiel für die gestalterischen Moden und technischen Entwicklungen verschiedener Epochen.

Materialanalysen bilden die wissenschaftliche Grundlage für alle restauratorischen Entscheidungen. Nur durch die genaue Kenntnis des Fassungsaufbaus, der Bindemittel und der Alterungsvorgänge lässt sich ein Konzept entwickeln, das die historische Substanz bewahrt und zugleich die ästhetische Wirkung des Möbels wiederherstellt. In meiner Restaurierungswerkstatt in Berlin setze ich solche Untersuchungen regelmäßig ein, um Objekte wie Möbel, Skulpturen oder Rahmen materialgerecht und denkmalpflegerisch fundiert zu behandeln.

Restaurierung Untersuchungen Raumfassungen
Restauration Laborausstattung

Kunsthistorischer Kontext – Klassizistische Möbel in Berlin und Brandenburg

Um den Ursprung des Stuhls zu verstehen, suchte ich nach vergleichbaren Modellen. Der Stil sprach eindeutig für den europäischen Klassizismus, der um 1800 auch im preußischen Raum eine Blüte erlebte.

In Berlin und Potsdam entstanden damals prachtvolle Interieurs im Stil der Antike, inspiriert durch Architekten wie Schinkel und durch die Vorbilder Frankreichs und Englands. Möbel, Wände und Decken wurden nach den Prinzipien von Harmonie, Symmetrie und Maß gefertigt.

Vergleichsstücke finden sich in den Räumen des Neuen Palais, im Schloss Sanssouci und im Schloss Babelsberg. Die Ornamentik, Akanthusblätter, Lotosblüten, ägyptische Büsten, erinnert an die pompejanischen und ägyptisierenden Motive jener Zeit.

Solche Möbel wurden nicht nur in Preußen, sondern auch in Nordeuropa gefertigt. Die kunsthistorischen Merkmale meines Stuhls wiesen Parallelen zu Arbeiten aus Stockholm auf, insbesondere zu Möbeln des Meisters Ephraim Ståhl. Er war für seine filigranen Stuhlmodelle bekannt, die sich durch Bronzierungen, Pastellfarben und zarte Reliefs auszeichneten.

Die Vermutung liegt nahe, dass der Stuhl über Handelsbeziehungen oder adlige Kontakte nach Brandenburg gelangte. Vielleicht war er Teil einer Ausstattung, die einst über die Ostsee kam, oder ein Einzelstück, das als Geschenk in den Besitz eines märkischen Gutes überging.

Damit trägt das Möbel nicht nur künstlerische, sondern auch kulturgeschichtliche Bedeutung. Es steht sinnbildlich für den regen Austausch zwischen den europäischen Werkstätten jener Zeit. 

Restaurierung in Berlin – Ethik, Handwerk und Verantwortung

Nachdem die Analysen abgeschlossen waren, begann die eigentliche Restaurierung. Eine Arbeit, die Geduld, Feingefühl und fachliche Präzision erfordert.

Die zentrale Frage war, wie weit darf man eingreifen. Soll die originale Fassung wieder freigelegt werden oder bleibt die jüngere Übermalung Teil der Geschichte.

Im Sinne der denkmalgerechten Restaurierung entschied ich, die braune Übermalung vorsichtig zu entfernen, um die historische 2. Fassung wieder sichtbar zu machen. Dazu entwickelte ich ein Gel Kompressensystem, das Aceton und Ethanol in kontrollierter Dosierung abgibt. Durch diese Technik, die auch in der Gemälderestaurierung in Berlin Anwendung findet, lässt sich die obere Schicht schonend lösen, ohne die originalen Schichten anzugreifen.

Risse im plastischen Schmuck wurden mit passender Kreide Leim Masse ergänzt. Abgebrochene Ornamente rekonstruierte ich auf Basis historischer Vergleichsfotos. Die Holzverbindungen wurden mit warmem tierischem Leim stabilisiert, genau wie es im 19. Jahrhundert üblich war.

Besonderes Augenmerk galt der Polsterung. Unter der modernen Schaumschicht fand sich ein originales Rosshaarpolster, verschnürt mit Leinen. Diese Konstruktion wurde erhalten, gereinigt und ergänzt, sodass Sitzkomfort und Authentizität gewahrt blieben.

Am Ende wurde die Oberfläche mit einer dezenten Schutzschicht versehen, die Glanz und Struktur harmonisch betont.

Denkmalpflege in Berlin – Restaurierung als kulturelle Aufgabe

Restaurierung bedeutet, Geschichte zu bewahren, nicht sie neu zu schreiben. Ziel ist es, die ästhetische Wirkung, die handwerkliche Qualität und die Materialität des Originals zu erhalten. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich, wie wichtig dieser Ansatz ist. Nur wer die Substanz respektiert, kann ein Objekt in seiner historischen Wahrheit erhalten.

In Berlin und Potsdam gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie eng Denkmalpflege und Restaurierung verbunden sind. Möbel aus dem Schloss Charlottenburg, Rahmen aus dem Neuen Palais, geschnitzte Altäre in Kirchen des Umlands, sie alle zeigen die Vielfalt handwerklicher Techniken, die heute mit modernen Methoden erforscht und konserviert werden.

Auch in meinem Berliner Atelier für Möbelrestaurierung fließen diese Prinzipien zusammen, wissenschaftliche Analyse, traditionelles Handwerk und ästhetisches Gespür.

Forschung, Vergoldung und Materialanalyse – Leistungen meines Berliner Ateliers

In meiner Berliner Werkstatt für Möbelrestaurierung und Denkmalpflege biete ich ein breites Spektrum an Leistungen

  • Möbelrestaurierung und Holzkonservierung
    Historische Möbel, Tische, Stühle und Schränke werden analysiert, stabilisiert und restauriert.
  • Vergoldungen und Retuschen
    Rahmen, Zierleisten und Skulpturen erhalten ihre originale Farbigkeit zurück.
  • Gemälderestaurierung und Firnissabnahmen
  • Schonende Verfahren zur Reinigung und Erhaltung von Ölgemälden

Rekonstruktion der historischen Fassung – die Rückkehr des Stuhls zu seiner ursprünglichen Eleganz

Die Untersuchungen der Farbschichten ergaben, dass die zweite Fassung den ursprünglichen Zustand des Stuhls am besten widerspiegelt. Sie wurde deshalb als Grundlage für die Rekonstruktion gewählt. Ziel der Arbeiten war es, die ursprüngliche Farbwirkung wieder sichtbar zu machen und dem Möbel seinen historischen Charakter zurückzugeben.

Für den neuen Farbauftrag stellte ich eine traditionelle Ölfarbe her. Sie bestand aus Zinkweiß und Leinöl, dem ich ein Sikkativ aus Mangan und Kobalt beifügte, um die Trocknung zu unterstützen. Durch die Zugabe von etwas Eisenoxid entstand ein warmer, leicht beiger Farbton, der den Befunden aus der Untersuchung entsprach. Die Mischung erforderte Geduld, da die Konsistenz und das Trocknungsverhalten sehr empfindlich auf Temperatur und Feuchtigkeit reagierten.

Die Farbe wurde in zwei Arbeitsgängen aufgetragen. Nach dem ersten Auftrag musste die Oberfläche mehrere Tage ruhen, bevor sie leicht angeschliffen wurde. Der zweite Auftrag brachte die gewünschte Geschlossenheit und den seidenmatten Glanz, wie er für Möbel des frühen 19. Jahrhunderts typisch ist. Trotz der Zugabe von Sikkativen trocknete die Farbe nur langsam, was typisch für Leinöl ist und im Sinne einer authentischen Oberflächenwirkung beibehalten wurde.

Die geschnitzten Schmuckelemente und Applikationen ließ ich beim Farbauftrag ausgespart. Sie werden mit einer Goldbronze behandelt, um den ursprünglichen Glanz dieser Bereiche wieder herzustellen. Dafür wurde auf den Flächen zuvor eine feine Schicht Bolus aufgetragen, die eine warme Grundlage für den späteren Bronzeauftrag bildet.

Mit dieser neuen Fassung zeigt der Stuhl wieder seine ursprüngliche Harmonie. Die hellen Flächen stehen in ausgewogenem Kontrast zu den vorbereiteten Ornamenten und lassen den klassizistischen Charakter des Möbels deutlich hervortreten. Der Stuhl wirkt nun wieder so ruhig und ausgewogen, wie er einst für die Salons seiner Zeit geschaffen wurde – ein gelungenes Beispiel für sorgfältige Möbelrestaurierung in Berlin

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Andris Hennig - Restaurator für Möbel aus Potsdam und Berlin